Stromvergleich

admin November 2nd, 2007

Gerade in Zeiten steigender Strompreise ist es für jeden Haushalt sinnvoll, sich um einen Stromvergleich zu kümmern. Einerseits kann der verwendete Strom jedes elektrischen Geräts gemessen werden, andererseits ist ein Vergleich verschiedener Stromanbieter hilfreich.
Ist der genaue Stromverbrauch bekannt (die Menge der Kilowattstunden lässt sich der Jahresabrechnung entnehmen), können zum Beispiel im Internet Informationen zu eventuell günstigeren Anbietern eingeholt werden. Doch Vorsicht: Nicht jedes auf den ersten Blick billigere Angebot ist tatsächlich sinnvoll. Oft stecken die Tücken im Detail. Bei einigen Stromanbietern ist die Mindestvertragslaufzeit lang (zwölf bis vierundzwanzig Monate), und für diese Zeit wird meist keine Preisgarantie gegeben. Das bedeutet, dass der Kunde nicht vorher aus dem Vertrag aussteigen kann und den späteren Preiserhöhungen ausgeliefert ist. Andere Stromanbieter verkaufen eine festgelegte Menge Kilowattstunden im Paketpreis. Der Kunde bezahlt – oft im Voraus – eine bestimmte Menge Strom; verbraucht er weniger, erhält er kein Geld zurück, verbraucht er mehr, ist der Tarif für die zusätzlichen Kilowattstunden oft unverhältnismäßig teuer.
Eine Frage der Einstellung ist hingegen die Auswahl eines Stromanbieters nach der Methode, wie der angebotene Strom produziert wird. Beim Stromvergleich im Internet wird oft in Prozentzahlen angegeben, wie viel Strom aus fossilen Brennstoffen, aus Atomenergie oder aus regenerativer Erzeugung (Wind, Wasserkraft, Solar, Biomasse) stammt. Die Entscheidung, was ökologisch besonders sinnvoll ist, bleibt jedem selbst überlassen, die öffentliche Diskussion bietet verschiedene Meinungen an. Vorteile und Nachteile scheint jede Methode inne zu haben. Ein interessanter Kompromiss ist in dieser Hinsicht die Kraft-Wärme-Kopplung, die zwar fossile Brennstoffe verwendet, deren Ausstoß an CO2 jedoch deutlich geringer ist.
Je nach Wohnort (meist muss für den Stromvergleich im Internet die Postleitzahl angegeben werden) sind verschiedene regionale und überregionale Stromanbieter verfügbar. Es ist wiederum eine Frage des Geschmacks, was bevorzugt wird. Das Prinzip der Stromversorgung ändert sich in keinem Fall: Der Strom kommt weiterhin aus der Steckdose. Eine Unterbrechung der Versorgung ist nicht zu befürchten, da die großen, meist bisherigen, Versorger verpflichtet sind, die Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Wechsel des Stromanbieters macht sich also meist erst im Absender der nächsten Jahresrechnung bemerkbar.
Neben dem Stromwechsel ist aber auch die Übersicht über den eigenen Stromverbrauch und -bedarf ein wichtiges Element des Stromvergleichs. Im Baumarkt können oft Geräte ausgeliehen werden, die den tatsächlichen Verbrauch jedes einzelnen elektrischen Apparats messen. Eventuell können alte durch neue, energiesparende ersetzt werden. Bei fast allen Elektrogeräten kann mittlerweile der Stromverbrauch vor dem Kauf eruiert werden. Meist tragen sie Aufkleber, die Auskunft über die Energieeffizienzklasse geben. Gerade bei Großgeräten (Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner oder Gefrierschrank) ist diese Information hilfreich. Oft genügt es schon, auf eine Stand-by-Schaltung (z.B. bei Fernsehern oder Hifi-Anlagen) zu verzichten. Auch bei über Steckdosen betriebenen Lampen mit Dimmer zieht oft der zwischengeschaltete Trafo beständig Strom, auch wenn kein Licht brennt.
Nicht zuletzt sollte beim Stromvergleich das eigene Verhalten unter die Lupe genommen werden. Nicht immer muss beispielsweise die Festbeleuchtung in der ganzen Wohnung sein – Kerzenlicht ist manchmal auch stimmungsvoll…

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